Momentan ist so tolles Wetter und ich habe so tolle Laune, dass ich euch mal ein bisschen daran teilhaben lassen wollte. In Form von Büchern, die ich gerade lese. Die spiegeln zwar nicht immer meine Stimmung wieder, aber manchen passen einfach.
Da hätten wir einmal:
- Die Brüder Löwenherz von Astrid Lindgren. Ein famoses Buch, ich hab's zuletzt mir 12 oder 13 gelesen und fand es damals recht unheimlich. Und auch heute (nachdem es jahrelang im Regal stand und inzwischen schon etwas vergilbt ist) kann ich das Buch am besten tagsüber lesen. Hab's gestern mal abends versucht, aber die Wölfe und unheimlichen Gestalten sind ein wenig zu real beschrieben. Und dadurch, dass der kleine Karl, aus dessen Sicht das Ganze erzählt wird, andauernd Angst hat, wird man da selber irgendwie mit reingezogen. Aber es ist einfach eine seltene schriftstellerische Meisterleistung, die Astrid Lindgren da erbracht hat. Man merkt, dass Karl einfach noch sehr jung und naiv ist und doch erkennt man, was in seiner Umgebung vor sich geht und merkt auch genau beim Lesen, welche Stimmung gerade herrscht. Das können echt nicht viele Autoren!
- Flüsterkind von Mona Michelsen. Eigentlich überhaupt kein schönes Buch. Die Autorin wurde als Kind missbraucht und schreibt nun diesen offenen Brief an ihre Mutter. Und es ist grausam. Richtig grausam. Musste das Buch oft weglegen und mich einfach ablenken. Andererseits zeigt dieser Brief mal wieder die Ignoranz der Menschen. Ihre Mutter wusste davon und hat den Stiefvater trotzdem machen lassen. Ich weiß nicht genau, was mir das Buch im Endeffekt gegeben hat, bin noch am Verdauen. Aber es sensibilisiert auf jeden Fall, sich einfach mal ein bisschen mehr um seine Mitmenschen/Nachbarn/Freunde/Bekannten zu kümmern und vielleicht mal ein bisschen genauer hinzuschauen als sonst.
- Eine Biografie über Bob Dylan. Eigentlich ist es eher ein Fotobuch, wirklich viel steht nicht drin, aber die Fotos sind halt überaus ansprechend. Und es ist ganz nett, wenn man vorher nur seine Musik kannte und anfängt, sich mit ihm zu beschäftigen. Leider bleibt das komplette private Leben von ihm etwas auf der Strecke, aber dafür erfährt man, wo Bob Dylan zum Beispiel in England das erste Mal aufgetreten ist oder wo er seine Alben aufgenommen hat.
Ansonsten liegt noch Mansfield Park von Jane Austen neben meinem Bett, aber das ist mir momentan zu anstrengend für abends. (Ich kann den eben verlinkten Verlag übrigens sehr empfehlen, wenn man günstige, gebundende Klassiker sucht. Die Qualität ist natürlich nicht so dolle, aber immerhin ist es gebunden, sieht ohne den Schutzumschlag sehr schön aus - dieses hier ist beispielsweise gedeckt maigrün -)





